Mitarbeitende leiden immer mehr an Arbeitsstress und hohem Leistungsdruck. Die psychische Gesundheit scheint auf den ersten Blick ein Trend zu sein, genau wie die Fernarbeit. Allerdings sind Trends nur temporär, aber bei psychischen Gesundheitsproblemen ist dies nicht der Fall.

A normalization is taking place, or as Forbes describes it a ‚work stress epidemic‘. With a focus on stress at work we see that mental health problems are often closely related to an unhealthy work environment. To better understand this, Lepaya surveyed 1,322 European workers regarding their stress tolerance. As it turns out, workers across Europe experience unhealthy levels of stress!

Dieser Artikel ist ein tiefer Einblick in die press release das erschien am 15. Juli 2021

Mehr als die Hälfte der europäischen Mitarbeitenden erfahren Stress bei der Arbeit

Lepaya hat eine Studie zu Stress bei der Arbeit unter 1322 europäischen Mitarbeitenden durchgeführt. Wie ist die Lage? Nicht weniger als 66% der Befragten erleben arbeitsbedingten Stress.

Specifically ‚unhealthy’ high levels of stress. High levels of work pressure, long working days, changes within the organization or lack of job security are all factors that can play a role in this.

Mit 66% sind es eine hohe Mehrheit der Mitarbeitenden, die unter diesen ungesund hohen Niveaus an Stress leiden. Dies zeigt klar, dass tatsächlich viel passiert in ihren Unternehmen und obwohl sie vielleicht im richtigen Job sind, sind sie trotzdem anfällig für ungesunde Stressniveaus. Gleichzeitig geben nur 34% an, dass sie nicht wirklich von hohem Stress betroffen sind.

Wenn wir uns auf Europa konzentrieren, erkennen wir, dass das Stressniveau bei der Arbeit je nach Land auch sehr unterschiedlich ist.

Obwohl über die Hälfte (56%) der NiederländerInnen aussagen, dass sie zu viel Stress erfahren, haben die niederländischen Mitarbeitenden es immer noch am besten.

67% der belgischen Mitarbeitenden erleben ein hohes Stressniveau, während 70% der Mitarbeitenden aus Großbritannien dasselbe erfahren. Deutsche Mitarbeitende übernehmen die Führung, ganze 71% sagen, dass sie ein ungesundes Stressniveau erfahren.

Die am meisten gestressten deutschen Arbeitskräfte arbeiten laut Zahlen in der Finanzbranche, Automobilindustrie, Produktion, im Gesundheitswesen und in der Bildung.

Im Gegensatz zu den Sektoren, die bei den deutschen Mitarbeitenden erscheinen, sind die am meisten gestressten Arbeitskräfte in den Niederlanden Personen in der Gastronomie, im Informations- und Kommunikationssektor und in der öffentlichen Verwaltung. Gleich wie bei den deutschen Mitarbeitenden sind das Gesundheitswesen und der Bildungssektor auch für die Niederlande sehr stressvolle Branchen.

Bildung und Gesundheitswesen scheinen die zwei stressvollsten Branchen zu sein. Und dies ist nicht überraschend! Besonders während der Pandemie sind dies die zwei Branchen, die oft in den Nachrichten vorgekommen sind, aufgrund von einem hohen Arbeitspensum und erhöhten Burnouts in diesen Sektoren.

Wer ist für die Lösung verantwortlich?

Die oben erwähnten Zahlen zeigen, dass Stress bei der Arbeit tatsächlich ein akutes Problem darstellt. Eine bedeutende Anzahl niederländischer Arbeitskräfte erfährt Stress und bis zu 71% der deutschen Mitarbeitenden. Wenn wir den Stress bei der Arbeit nicht normalisieren und die Anzahl der Burnouts erhöhen wollen, muss etwas getan werden. Aber von wem?

44% der Mitarbeitenden denken, dass es ihre eigene Verantwortung ist Stress zu vermeiden oder vorzubeugen. Allerdings stimmen 56% dem nicht zu. Diese Statistiken zeigen, dass es definitiv zum Teil die Verantwortung beider Parteien ist – wo Mitarbeitende auf sich selbst und auf ihr Unternehmen schauen.

Ein kleiner Anteil der niederländischen Mitarbeitenden sehen es als ihre eigene Verantwortung ein ungesundes Stressniveau und auch eine ungesunde Arbeitskultur zu vermeiden, während 71% der niederländischen Mitarbeitenden von ihren Arbeitgebenden die Lösung erwarten.

Belgien, Großbritannien und Deutschland sind etwas mehr geteilt. 53% der BelgierInnen sagen, sie halten ihren Arbeitgebenden verantwortlich, so wie 51% der britischen Mitarbeitenden.

Obwohl viele deutsche Mitarbeitende Stress erfahren, erkennen wir, dass es geteilte Meinungen gibt, wenn es zur Verantwortung darüber kommt. Fast die Hälfte der Personen, die in Deutschland arbeiten sehen die Vorbeugung von Arbeitsstress als die Verantwortung von sowohl sich selbst als auch dem Unternehmen.

Die Niederlande, Belgien und Großbritannien geben die Verantwortung für die Lösung eines ungesunden Stressniveaus wirklich auf ihre Arbeitgebenden ab. Zum Großteil unterstützen deutsche Mitarbeitende dies auch, aber 51% der Befragten sehen es trotzdem als ihre eigene Verantwortung, obwohl wir sehen, dass besonders in Deutschland das Stressniveau sehr hoch bleibt.

Hilfe bei Stress

Die Verantwortung an das Unternehmen abzugeben bedeutet nicht unbedingt, dass Hilfe auch wirklich angeboten wird, um mit Stress umzugehen oder diesen zu vermeiden.

Although more than 71% of the Dutch consider it their employer’s responsibility to tackle stress, 57% would still prefer to see more support from their employer in this regard.

Zusätzlich denkt die knappe Mehrheit, 52%, der niederländischen Mitarbeitenden, dass ihre Arbeitgebenden zu wenig Aufmerksamkeit auf die Lösung oder Prävention von Stress bei der Arbeit legen.

Die Studie zeigt ebenfalls, dass sie in Belgien mit 67%, Großbritannien mit 65% und Deutschland mit 57% auch gerne mehr Unterstützung hätten Stress bei der Arbeit entgegenzuwirken.

Es ist bemerkenswert, dass eine kleine Mehrheit der deutschen Mitarbeitenden Arbeitsstress als ihre eigene Verantwortung sehen, aber trotzdem mehr Unterstützung vom Unternehmen erwarten.

Besonders junge Fachkräfte scheinen Hilfe zu wollen, um ein ungesundes Stressniveau vorzubeugen und sehen die Unterstützung dabei womöglich als mehr selbstverständlich an.

Mehr als 60% der 30- bis 39-jährigen erwarten von ihrem Unternehmen Hilfe bei zu viel Stress bei der Arbeit. Bis 59 Jahre stimmen die Mehrheit der europäischen Arbeitskräfte dem zu. Eine kleine Minderheit der Personen über 60 erwarten Hilfe, während um die 50% keine Hilfe vom Unternehmen im Umgang mit Stress erwarten.

Im Gesamten sagen die europäischen Mitarbeitenden mit einer Mehrheit von 62%, dass sie von ihrem Unternehmen gerne Unterstützung hätten. Dies ist nicht überraschend, da Arbeitsstress schließlich eng mit vielen Faktoren in einem Unternehmen verbunden ist. Während Mitarbeitende die richtigen Kompetenzen entwickeln können, um mit Stress umzugehen, müssen ihnen auch die richtigen Tools geboten werden.

Wir bemerken, dass 59% der europäischen Mitarbeitenden sagen, dass ihr Unternehmen mehr Aufmerksamkeit auf die Reduzierung eines ungesunden Stressniveaus legen könnte. Besonders in Belgien mit 65% und in Deutschland mit 61% erwarten die Mitarbeitenden mehr Handlung von ihren Unternehmen. Es scheint, dass viele Unternehmen in diesem Punkt die Erwartungen ihrer Mitarbeitenden nicht erfüllen.

Der Umgang mit Stress

Stress, inklusive etwas Arbeitsdruck, ist vielleicht unvermeidbar. Mit den richtigen Kompetenzen ist es allerdings möglich mit Stress auf eine gesunde Weise umzugehen und in vielen Fällen den Stress sogar zu vermeiden.

Nicht weniger als 71% der europäischen Mitarbeitenden geben an, dass sie gerne ihre Kompetenzen im Umgang mit Stress bei der Arbeit weiterentwickeln würden.

Belgische Mitarbeitende mit 76%, britische mit 77% und deutsche mit 70% denken, dass sie noch viel zu lernen und entwickeln haben!

Niederländische Mitarbeitende geben an, dass sie in der Entwicklung von Kompetenzen im Umgang mit Stress schon weiter sind oder zumindest denken, dass sie in diesem Bereich weniger Entwicklung brauchen. 60% würde sich gerne weiterentwickeln.

Wenn wir uns diese Zahlen im Vergleich zum relativ niedrigen Stressniveau unter niederländischen Arbeitskräften ansehen (im Vergleich mit den anderen drei befragten europäischen Ländern), können wir sagen, dass ein aufmerksamer Fokus auf den Umgang mit Stress und die Entwicklung von Kompetenzen einen positiven Effekt auf das Stressniveau haben. Denn mit den niedrigsten Stresserfahrungen, 56%, im Vergleich zu 71% der deutschen Mitarbeitenden, haben die niederländischen Mitarbeitenden das Gefühl, dass sie schon viel Fokus auf den Umgang mit Stress legen.

Wir sehen in diesem Bereich in allen Altersgruppen sehr positive Ergebnisse. Von 30 bis 60+, Kompetenzentwicklung ist in jedem Alter relevant.

Es ist klar, dass Mitarbeitende offener für die Entwicklung von Kompetenzen sind, die vorteilhaft für sie sind. Weniger Stress bedeutet glücklicher bei der Arbeit zu sein und natürlich auch glücklicher zuhause. Aber dies trifft nicht nur für die Mitarbeitenden selbst zu. Schließlich sind glücklichere Mitarbeitende auch produktiver und mehr in das Unternehmen eingebunden und werden deshalb auch länger im Unternehmen bleiben.

Die Arbeitsstress-Epidemie versus die Pandemie

Mit einer großen Mehrheit von Mitarbeitenden von 56% in den Niederlanden und 71% in Deutschland, die angeben bei der Arbeit ungesunde Stressniveaus zu erleben, kann man von einer Arbeitsstress-Epidemie sprechen.

Aber hat diese Epidemie etwas mit der aktuellen Pandemie zu tun? Wir haben Mitarbeitende gefragt, ob sie die Heimarbeit und besonders die Rückkehr ins Büro als Stressauslöser sehen.

Wir sehen in jedem Alter sehr positive Ergebnisse in diesem Bereich. Von 30 bis 60+ ist die Entwicklung für alle Altersgruppen geeignet

Rund 26% der EuropäerInnen sagen, dass sie während der Pandemie schon ins Büro zurückgekehrt sind und ganze 40% der NiederländerInnen arbeiten schon im Büro.

Anders als die niederländischen Mitarbeitenden, freuen sich im Rest von Europa, in Belgien, Großbritannien und Deutschland, die Mitarbeitenden nicht darauf ins Büro zurück zu gehen. 42% der belgischen Mitarbeitenden denken, dass sie bei der Rückkehr ins Büro mehr Stress erleben werden, so wie 40% der Deutschen.

Nicht weniger als 44% der britischen Mitarbeitenden sagen, dass sie höchstwahrscheinlich mehr Stress erleben werden, wenn sie ins Büro zurückkehren müssen.

Wir sehen, dass niederländische Mitarbeitende derzeit darüber nicht sehr besorgt sind. Nur 26% sagen, dass Vollzeit ins Büro zurückzugehen stressauslösend ist.

Although 26% doesn’t seem like much, employees are indicating here that they will experience extra stress. Adding more stress to already pre-existing unhealthy levels of work stress; a form of stress that is related to working in the office.

Ein ungesundes Stressniveau am Arbeitsplatz

Mit 66% der europäischen Mitarbeitenden, die ein ungesundes Stressniveau bei der Arbeit angeben, können wir sicher sagen, dass arbeitsbedingter Stress am Arbeitsplatz eine prominente Rolle einnimmt.

Obwohl niederländische Mitarbeitende weniger Stress erfahren als deutsche Mitarbeitende, sehen wir in allen befragten europäischen Ländern besorgniserregende Stressniveaus. Die Mehrheit der europäischen Mitarbeitenden erfahren bei der Arbeit ein ungesundes Stressniveau.

Was auch aufscheint ist, dass Mitarbeitende, besonders die niederländischen, von ihren Arbeitgebern Hilfe in der Entgegenwirkung von Stress erwarten. Eine Mehrheit der Mitarbeitenden gibt die Verantwortung zur Vorbeugung von arbeitsbedingtem Stress an das Unternehmen ab.

Trotzdem geben viele Menschen an, dass ihr Unternehmen nicht genug Aufmerksamkeit auf arbeitsbedingten Stress legt.

Mancher Stress steht mit der Arbeit im Büro in Verbindung. Rund 40% der belgischen, britischen und deutschen Mitarbeitenden denken, dass sie mehr Stress erleben werden, wenn sie ins Büro zurückkehren, während 71% der deutschen Mitarbeitenden angeben, dass sie schon unter ziemlich viel Stress stehen! Niederländische Mitarbeitende sind in diesem Punkt etwas moderater. Aber wir erkennen, dass viele niederländische Arbeitskräfte schon im Büro arbeiten und dass 56% jetzt schon Stress erfahren.

Auf der positiven Seite sind ungefähr 71% der Mitarbeitenden dazu bereit an ihren Stressmanagement-Kompetenzen zu arbeiten.

“It’s nice to see this willingness among workers, but employers in particular have many opportunities to increase sustainable employability. Stress has multiple causes and preventing a high workload is not always the only solution. Sometimes it simply has to do with the expectations between employer and employee. It is therefore important to properly map out the underlying reasons. Get to the root of the problem and also focus on stress-reducing tactics and training,” says René Janssen, founder of Lepaya.

Denn, wenn wir von der Verantwortung sprechen Arbeitsstress zu vermeiden, geben europäische Mitarbeitende an, dass sie es als die Aufgabe des Unternehmens sehen hier Schritte zu setzen. Hilf Kompetenzen zu entwickeln und biete die richtigen Tools.

Psychische Gesundheit wird prominenter und Teil unseres Kollektivbewusstseins. Jetzt wo wir auch sehen, dass Mitarbeitende viel Stress erfahren, aber gleichzeitig für Lösungen offen sind, ist dies ein ausgezeichneter Moment für Unternehmen einzuschreiten und ihre Hilfe anzubieten.

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